Projekt INCLUSION

Ziele

Aufgaben

Förderung

 

Kurzdarstellung

Deutsch

English

Español

 

Durchführung

Ergebnisse

Expertenpool

Links

 

Impressum

 

 

 

 

Evaluation

Das Institut für Fortbildung, Forschung und Entwicklung (IFFE e.V.) an der Fachhochschule Potsdam führt im Projekt INCLUSION eine begleitende Evaluation durch.
Ein Teil dieser Evaluation beinhaltet die Befragungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen. Dabei interessiert uns u.a. ihre Einschätzung der Kurse, die Zufriedenheit mit dem Erlernten und die Bewertung des Nutzens, den die TeilnehmerInnen aus den Kursen ziehen und auch Probleme der sozialen Integration, mit denen sie konfrontiert werden. Aus vier der geplanten Qualifizierungsmaßnahmen im Projekt INCLUSION liegen nun die Daten aus der ersten TeilnehmerInnenbefragung vor, aus denen wir einige wenige Ergebnisse darstellen möchten.
Durchweg alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonen nachdrücklich die hohe Bedeutung, die sie den
Qualifizierungsmaßnahmen beimessen und dabei insbesondere die Bedeutung des Deutschunterrichtes. Er wird von einer großen Mehrheit der TeilnehmerInnen als wichtigster Studienbereich angesehen, die TeilnehmerInnen wünschten sich hier noch mehr Möglichkeiten, Anregungen und verstärkte Angebote. Gerade die weiblichen Befragten äußerten hier noch stärkeren Bedarf als die männlichen. Auch in der Motivation zur Teilnahme deuten die Daten darauf hin, dass gerade die Frauen stärker soziale und integrative Bedürfnisse äußern. Auffallend ist, dass gerade die Frauen in vielen Bereichen sich mehr Unterstützung wünschen würden und auch benötigen, so auch für eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in Deutschland. Fast alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen berichten hier über nur begrenzte Möglichkeiten, aber es gilt in besonderer Weise für die Frauen.
Auffallend ist auch die hohe Zahl derjenigen, die auf Probleme in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld stoßen: ungefähr ein Drittel der Teilnehmer und Teilnehmerinnen berichtet über konkrete Erfahrungen und Auseinandersetzung mit fremdenfeindlichem Hintergrund, wobei es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Frauen und Männern gibt. Entsprechende Trainingsmaßnahmen, die den Teilnehmern nicht nur theoretisches Wissen über Fremdenfeindlichkeit, sondern konkrete Hilfe zur Konfliktbewältigung bzw. Mediationstraining oder auch Selbstverteidigung vermitteln, erscheinen dringend notwendig, um den Umgang mit solchen Erfahrungen von Diskriminierung und Ausgrenzung zu erleichtern. Im Projekt INCLUSION werden deshalb jetzt Überlegungen angestellt, wie solche Trainingsmaßnahmen in die Qualifizierungskurse eingebunden werden könnten.

Prof. Dr. Karin Weiss

 

 

zurück

 

© BBAG e.V. | letzte Aktualisierung: 18.03.2006