Projekt INCLUSION

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LIVING ONE FUTURE TOGETHER (LOFT)

Im Rahmen des transnationalen Projektes LIVING ONE FUTURE TOGETHER (LOFT) arbeitete die EP zusammen mit dem Projekt „Filoxenia” unter Federführung der Regierung der Balearen (Spanien) und dem Projekt „Create” des Centre for Employment and Enterprise Development (CEED) Charity Ltd. aus Bristol (Großbritannien).
Im Rahmen des Projektes LOFT wurden gemeinsam mehrere thematische Arbeitsaufgaben im Bereich der beruflichen und sozialen Integration von Migranten bearbeitet, Modelle verglichen und Lösungswege gesucht. Regelmäßig fanden Treffen und Konferenzen der drei Partner statt. Über den Erfahrungsaustausch der MigrantenberaterInnen der drei Partner wird im folgenden berichtet:

Transnationales Treffen vom 12. bis 17. September 2003

 

 

Teilnehmer des transnationalen Treffens in Bristol (GB)
 

MigrantenberaterInnen der Entwicklungspartnerschaft INCLUSION besuchten im Rahmen des Projektes
LOFT den britischen Partner CEED in Bristol. Ziel des Besuches war es, Erfahrungen und Bedingungen der Arbeit mit Migranten vor Ort in Bristol kennen zu lernen und den Erfahrungsaustausch auf der Arbeitsebene zu intensivieren. Den MigrantenberaterInnen sollte Gelegenheit gegeben werden, andere
oder auch ähnliche Arbeitsansätze zu erleben, zu diskutieren und damit die eigene Situation vergleichen zu können, um so die Arbeit in Potsdam künftig zu verbessern.
In Absprache mit dem englischen Partner CEED wurde ein Programm entwickelt, das vorrangig zwei Schwerpunkte beinhaltete: Das Kennenlernen der Geschichte, aber auch der aktuellen Rahmenbedingungen der MigrantInnen in Bristol, unter dem Blickwinkel „Good Practice”, Vor-Ort- Besuche bei verschiedenen Agenturen, die mit bekannten oder innovativen Ansätzen arbeiten. Im Rahmen des „Open Day” der Stadt Bristol besuchten sie Museen und historische Orte, die sich mit der Sichtweise „einer Geschichte von unten”, hier der Migrationsgeschichte in der Stadt Bristol beschäftigten. Durch eine fachkundige Begleitung wurde uns zusätzlich ein breites und tiefes Verständnis dieses Geschichtsansatzes und der Geschichte selbst vermittelt, insbesondere der Sklaverei und deren sozial-ökonomische Auswirkungen bis in die heutige Zeit.
CEED versteht sich als ein Zentrum für Arbeit und Unternehmensentwicklung. Dies beinhaltet Ausbildung, individuelle Berufsentwicklung und Beratung für Unternehmen oder zu anderen ökonomischen Entwicklungen aus der Zielgruppe der ethnischen Minoritäten heraus. CEED arbeitet dabei in drei Bereichen: im Ausbildungs- und Beschäftigungsservice, in den Informationstechnologien und dem Mediaservice sowie in der Unternehmensentwicklung. Dabei spielen die so genannten „Soft Skills”, nach Aussage der Lehrkräfte, eine immer entscheidendere Rolle. „Encourage, motivate and support job seekers”, also ermutigen, motivieren und die Arbeitsuchende unterstützen, sind wichtige Aufgaben von CEED in diesem Bereich.

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Hazel Britten (CEED), Hala Kindelberger (BBAG) und Pauline Reynolds (CEED) in Bristol.
 

 


„Weiche Fähigkeiten” beziehen sich besonders auf den Umgang mit der alltäglichen Diskriminierung im Betrieb, mit der umzugehen jeder Einzelne in den angebotenen Kursen erlernen kann. Die arbeitsmarktpolitischen wie auch Antidiskriminierungsziele beschreibt CEED wie folgt:
1.„On the Job” Trainieren und Lernen soll zu einer formalen Berufsqualifikation und zu Beschäftigungsmöglichkeiten führen.
2. Das „Positive Action Training” soll durch Vermittlung von Lehrstellen und Praktikumsplätzen zum Eintreten in das Erwerbsleben ermutigen, auch in Bereichen, in denen diese Zielgruppen unterrepräsentiert sind.
3. Professionellen Rat, Beratung, Ausbildung und individuelle Berufsbegleitung für Suchende anzubieten, um Möglichkeiten der Unternehmensgründungen oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Lutz Eggeling

Erfahrungsaustausch mit Mediatoren vom 16. bis 24. März 2004

 


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Patricia Llinas (Spanien), Dr. Klaus Schmidt (BAG Servicepool AG) und Juan Arenas (BBAG) beim transnationalen Treffen in Palma de Mallorca.
 

Die Migrantenberater des EQUAL-Projektes INCLUSION besuchten die Stadt Eivissa (Ibiza) in Spanien, um mit den dortigen Kollegen und Kolleginnen in einen Erfahrungsaustausch über den praktischen Migrationsansatz einzutreten, insbesondere die Erfahrungen im Aufbau eines Mediators bzw. Tutors zu Vereinfachung und Verzahnung der Arbeit zu diskutieren.
Der Erfahrungsaustausch begann mit einer allgemeinen Darstellung der sozialen Lage in Eivissa und den daraus resultierenden Arbeitsansätzen in der Stadt. Der durchschnittliche Anteil der Migranten liegt bei ca. 20 %; die vorherrschenden Einwanderungsgruppen kommen aus den Magreb-Staaten sowie aus Lateinamerika. Des Weiteren wird der Arbeitsmarkt durch den saisonalen Tourismus geprägt, d. h. wenig Verdienst bei hohen Nebenkosten (Durchschnittlicher Lohn ca. 1000,- € brutto, Wohnung ca. 800,- €).
Von diesen Rahmendingungen ausgehend, konzipierte die Kommunalverwaltung von Eivissa ein Integrationsnetz mit einem individuellen Qualifizierungs- und Fortbildungspfad, MigrantInnen wie auch anderen benachteiligten Gruppen offen steht. Angefangen bei Sprachunterricht, über Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote, Vermittlungen in Arbeit, Organisation von Kinderbetreuung bis zu Hilfen beim Beschaffen von Wohnungen ist ein breit gefächertes System an Integrationsangeboten aufgebaut. Neben dem Erfahrungsaustausch mit den KollegInnen Monica Torrents, Nuria Roig, Ana
Slcaniz Fos und Tomas Paris besuchten wir das Sozialamt von Eivissa, verschiedene Projekte zur sozialen und arbeitsmarktpolitischen Integration in der Stadt, Unterricht über gesundheitliche Fortbildung. Es gab auch Treffen mit Communities (Lateinamerika, Marokkaner, etc.)
Die Besuche dienten dem Austausch von Erfahrungen. Besonders wurden dabei immer wieder die Möglichkeiten der Teilnahme an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen diskutiert.
Einen breiten Raum in der Begegnung nahm die Diskussion über das Bild des Tutors / Mediators ein. Es wurden die gemeinsam entwickelten Definitionen, Aufgaben und Synopsen erörtert. Die dabei festgestellten Unterschiede sind in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie in der unterschiedlichen Organisationsform ( Kommune/Nichtregierungsorganisation) begründet.
Während die Mediatoren in Eivissa vorwiegend im Bereich der sozialen Integration arbeiten und eher zusätzlich Tutorenaufgaben im Bereich der Arbeitsmarktintegration lösen, arbeiten die Mediatoren in Brandenburg gleichermaßen aktiv in beiden Bereichen. Inhaltliche Ausrichtungen und pädagogische Ansätze unterscheiden sich nicht.

Hala Kindelberger
Lutz Eggeling

 

 

 

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© BBAG e.V. | letzte Aktualisierung: 18.03.2006