| MigrantInnen-Netzwerk Das Teilprojekt „MigrantInnen-Netzwerk von unten” mit der Arbeit der MigrantInnenberaterInnen ist durch seine projektübergreifende Rolle von besonderer Bedeutung. Sowohl die unmittelbaren TeilnehmerInnen an den Auswahl und Qualifizierungsmaßnahmen als auch alle anderen Mitglieder der Community haben die Möglichkeit, die Dienste und Unterstützungen des Projekts in Anspruch zu nehmen. Zur Unterstützung der Teilnehmer hat sich das Projekt als Netzwerk konstituiert, das in andere Teilprojekte hineinwirkt. Das erfolgt in vier Hauptrichtungen:
| Hai Bluhm | 
| Ella Gurzhy | 
| Peter Garfert | 
| Joachim Bekou |
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Im Fallmanagement werden die individuellen Probleme der Ratsuchenden, aufgegriffen. Es wird versucht, diese gemeinsam zu lösen. Der grundlegende Ansatz dabei ist nicht, für die Migrantinnen und Migranten eine Serviceleistung zu bieten, sondern sie anzuregen und zu befähigen, für sich selbst aktiv zu werden und zunehmend eigenständig die Probleme des Alltages zu lösen. Hervorzuheben ist, dass die BeraterInnen nicht alle individuellen Probleme der Migrantinnen und Migranten selbst lösen können, sondern sie durch Kenntnisse vor Ort in andere bestehende Netzwerke einbinden. Als Beispiel kann die Schuldnerberatung genannt werden. Hier gilt es, durch die BeraterInnen die betreffenden Personen an eine gute Schuldnerberatung zu verweisen, damit sie dort professionelle Unterstützung erhalten. Sehr wichtig ist die Entwicklung von individuellen Unterstützungsstrategien bis hin zur Entwicklung von Qualifizierungsplänen für die einzelnen Migrantinnen und Migranten. Durch die Erstellung eines individuellen Berufswegeplans (employability plan) wird der/die Migrant/in Schritt für Schritt dahin geführt, eigenständig eine für ihn/sie geeignete Tätigkeit bzw. Qualifizierung aufzunehmen. Die MigrantenberaterInnen stellen geeignete Instrumente zur Verfügung und wirken unterstützend. Die Gruppenarbeit ist ein Instrument, um einerseits die Selbsthilfepotentiale zu stärken und andererseits die Verbindung zur „alten“ Kultur nicht gänzlich abreißen zu lassen. Dazu werden verschiedene Aktionen initiiert, angefangen von musikalischen Darbietungen, interkulturellen Veranstaltungen über Diskussionsrunden mit den Ämtern bis hin zur Bildung kleiner themenorientierter Selbsthilfegruppen, die spezielle Beratungen benötigen wie z. B. Mutter/Kind-Gruppen. Des Weiteren ermöglichen diese Gruppenangebote den Migrantenberaterinnen und -beratern, ständig „das Ohr“ an der Community zu haben und „aufkommende” Befindlichkeiten und Bedarfe zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Als dritte Hauptrichtung der sich entwickelnden Arbeit haben sich Ansätze aus der Gemeinwesenarbeit als nützlich und effektiv herausgestellt. Gemeint sind Unterstützungen zum Aufbau und zur Festigung der Vereinsstrukturen als Drehpunkt künftiger Integration sowie Unterstützung und Beteiligung von Ausländerbeiräten zur Beratung von Gemeinden, Kommunen und dem Land Brandenburg. Zusammenfassend ist dies als die Entwicklung von Netzwerken im politisch-administrativen und operativen Behördenbereich zu benennen. Während des ersten 3/4 Jahres des Teilprojektes „Netzwerk von unten” stellte sich immer öfter die Frage der wirtschaftlichen Selbsthilfe, d.h. der eigenen Existenzsicherung durch die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit. Der Entwicklungsgrad dieser angedachten Unternehmungen war und ist recht unterschiedlich. Durch den Ansatz aus der Gemeinwesenarbeit „Soziale Ökonomie“ als Hilfe zu Selbsthilfe wollen wir Migrantinnen und Migranten neue Ideen, Wege und Perspektiven aufzeigen, individuell wie auch gemeinsam Arbeitsplätze durch Selbstorganisation zu schaffen. Die Arbeit des Teilprojektes begann am 1. Oktober 2002 und ist auf zwei Jahre befristet. Mit Ella Gurzhy und Peter Garfert konnten zwei erfahrene Migratenberater (vor einigen Jahren durch unser eigenes Projekt „Petrus Migrans” ausgebildet), für diese Arbeit eingestellt werden. Hai Bluhm hatte sich durch starkes ehrenamtliches Engagement für das Projekt empfohlen. Später wurden auch Joachim Bekou, und mit ihm die Black Community in das Projekt integriert.Lutz Eggeling | |